Sehr geehrter Besucher, unsere Website nutzt technische Cookies und Analysecookies von Erst- und Drittanbietern.
Wenn Sie mit der Navigation fortfahren, akzeptieren Sie die von unserer Website vorgegebenen Cookie-Einstellungen. Sie können die erweiterten Datenschutzbestimmungen einsehen, und die entsprechenden Anweisungen befolgen um die Einstellungen auch später ändern wenn sie hier klicken.

Promemoria Auschwitz

Für Südtiroler und Südtirolerinnen zwischen 17 und 25 Jahren

Seit einiger Zeit steht fest, dass das Projekt „Promemoria_ Auschwitz: Die Reise der Erinnerung - Il viaggio della Memoria“ samt Fahrt nach Krakau 2020/2021 in der gewohnten Form nicht stattfinden kann. Für die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Deina Südtirol und Arciragazzi - die Organisatoren des Projektes - und für viele junge Menschen bedeutet dies, die Schritte anzuhalten und die Rucksäcke dieses Jahr nicht für den „Zug der Erinnerung“ zu packen. Dennoch werden sich auch heuer junge Menschen auf eine besondere Reise in die Vergangenheit begeben. Es wird vieles digital stattfinden und anderes als in den letzten Jahren. Die Einschreibungen sind bis Ende Januar mittels Motivationsschreiben möglich.

Promemoria_Auschwitz 2021, eingebettet im euregionalen Kontext, wird auf vielen Ebenen anderes und neu sein. Und doch vielseitig, mitreißend, den Wert der reisenden Gemeinschaft durch die Zusammenarbeit und das Mitwirken von jungen Menschen aufgreifend, um Geschichte und Gedenken zu vereinen. Junge Menschen erhalten eine Plattform, in der sie die Fähigkeit erwerben, persönliche Erlebnisse in Relation zu einem aktuellen Kontext des Zeitgeistes zu betrachten und sich auszutauschen, kennenzulernen und vernetzen zu können.
Die Einschreibungen für diese neue Ausgabe, die uns dazu bringen wird, durch die Zeit und zu den Orten der Geschichte zu reisen, ist für in Südtirol ansässige Jugendliche zwischen 17 und 25 Jahren innerhalb 31.01.2021 unter diesem Link möglich.

Der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Deina Südtirol und Arciragazzi war es ein Anliegen, den „Zug der Erinnerung“ weiterzuführen und junge Menschen auch 2021 zu bewegen. Das Format von Promemoria_ Auschwitz wird ein anderes sein, das Ziel jedoch nicht: Promemoria_Auschwitz ist weiterhin eine persönliche Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit den Thema Deportation sowie den Machtideologien, die (lokale) Erinnerungskultur wird mit der Gegenwart verknüpft, um so das Bewusstsein und die Verantwortung für aktuelle Themen zu wecken und sich kritisch und hinterfragend mit den Themenfeldern Fremd sein, Diversität, Flucht, Vertreibung und Heimat auseinanderzusetzen. Die jungen Menschen werden sich auf eine virtuelle Reise durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts begeben, gemeinsam – begleitet von Tutor*innen und im Austausch mit jungen Menschen aus dem Trentino und Bundesland Tirol.

„In die Geschichte einzutauchen, Erinnerung wachzuhalten und sie mit der Gegenwart zu verknüpfen, ist seit jeher Auftrag dieses Projektes der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, von Arciragazzi Bolzano und Deina. Dies soll auch in diesem Jahr mittels einer besonderen, einzigartigen und alternativen Ausgabe von Promemoria_Auschwitz 2020/2021 gelingen. Wir laden bis Juni 2021 zu einer Reihe von digitalen Treffen ein, welche – sollte es die jeweilige Situation erlauben – mit Treffen in Präsenz ergänzt werden.“, so die Organisatoren. Finanziert wird das Projekt von der Autonomen Provinz Bozen.

Über 160 junge Menschen im Alter von 17 und 25 Jahren können am Projekt teilnehmen, bei dem die Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde von Meran ebenso fortgesetzt wird wie jene mit dem ANPI, der nationalen Partisanenvereinigung. Der Besuch der Synagoge Merans, des jüdische Friedhof, des Dokumentationszentrums in Bozen und der Lagermauer in Bozen stehen auf dem Programm – die Form des Besuches wird von den Sicherheitsmaßnahmen abhängig gemacht. Das Internet ermöglicht einen Blick auf die europäische Geschichte und die Auseinandersetzung damit: mit Ansprechpersonen in Innsbruck und dem Haus am Wannsee Berlin, die Projektion tiefgehender Filme des Ghettos in Krakau, der Fabrik von Oskar Schindler, der Lager Auschwitz und Birkenau mit eigens für die Jugendlichen von Promemoria entwickelten Führungen (dank der offiziellen Führer des Museums Auschwitz und der Stadt Krakau) stehen an.
Die Spuren der Vergangenheit, welche in vielen Städten und Orten Südtirols sichtbar sind, die Straßen- und Ortsnamen, lebensgeschichtliche Erinnerungen an Frauen und Männer, welche beschlossen haben, Widerstand gegen den Nationalsozialismus, den Faschismus und den Krieg zu leisten, sind Teil des diesjährigen Projektes Promemoria_Auschwitz. Lidia Menapace, Franz Thaler, Josef Mayr Nusser, Franz Innerhofer… um einige zu nennen.

Info: www.jugenddienst.it